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Wie Meditation die Art und Weise beeinflusst, wie wir lernen

Viele Anekdoten und einige Studien legen nahe, dass Meditation ein wirksames Instrument für die geistige und körperliche Gesundheit sein kann. Neue Forschungen zeigen, dass dies noch einen weiteren Vorteil haben kann: Wir helfen, schneller aus früheren Erfahrungen zu lernen.


Nach neuen Erkenntnissen verändert Meditation die Art und Weise, wie wir lernen.

In einer neuen Studie konzentrierten sich Forscher der University of Surrey im Vereinigten Königreich auf eine bestimmte Art der Meditation - "fokussierte Aufmerksamkeitsmeditation" - und darauf, ob sie beeinflusst, wie eine Person lernt.

Diese Meditationspraxis erfordert, dass eine Person ihre Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Objekt - zum Beispiel eine brennende Kerze oder den eigenen Atem - richtet und diesen Fokus für eine bestimmte Zeit beibehält.

Menschen verwenden fokussierte Aufmerksamkeitsmeditation häufig als Zugang zu anderen Meditationsarten, da sie leichter zu erlernen und zu praktizieren ist.

"Meditation ist ein starkes Mittel für Körper und Geist. Sie kann Stress reduzieren und die Immunfunktion verbessern", sagt Studienautor Prof. Bertram Opitz.

Kann es uns aber auch helfen, unseren Verstand zu trainieren, schneller aus Feedback oder Informationen zu lernen, die aus früheren Erfahrungen gewonnen wurden?

Prof. Opitz und Paul Knytl, Doktorand an der University of Surrey, meinen, dass die Antwort auf diese Frage "Ja" ist.

Die beiden erklären ihre Forschungsergebnisse in einer Arbeit, die jetzt in der Journal of Cognitive, Affective & Behavioral Neuroscience.

Lernen von positivem oder negativem Feedback

Die Forscher arbeiteten mit Menschen, die Meditierende waren, und Menschen, die nicht meditierten. Insgesamt gab es 35 Teilnehmer, von denen neun als buddhistische Meditierende identifiziert wurden, 12 Meditation in einem säkularen Kontext, zwei Qi Gong-Praktizierende und die übrigen Nicht-Meditierende.

Für die Zwecke dieser Studie haben die Ermittler die Teilnehmer darin trainiert, bei einer Aktivität eine gute Leistung zu erbringen, bei der sie Bilder auswählen mussten, die ihnen am ehesten eine besondere Belohnung bringen.

In dieser Übung sahen die Teilnehmer Bildpaare, die jeweils unterschiedliche Wahrscheinlichkeiten für die Belohnung haben, falls ausgewählt.

Die Forscher stellten fest, dass diejenigen, die Meditation praktizierten, eine höhere Erfolgsquote bei der Auswahl belohnungsbezogener Bilder hatten als ihre nicht meditierenden Kollegen.

Dies, so Prof. Opitz und Knytl, legt nahe, dass Meditierende tendenziell von positiven Ergebnissen lernen, während Nicht-Meditierende höchstwahrscheinlich von negativen Ergebnissen lernen.

"Menschen meditieren seit über 2000 Jahren, aber die neuronalen Mechanismen dieser Praxis sind noch relativ unbekannt", sagt Knytl, der sich auf die neurologischen Mechanismen spezialisiert, die mit konzentrierter Aufmerksamkeitsmeditation in Verbindung stehen.

"Unsere aktuellen Erkenntnisse zeigen, dass Meditierende auf einer tieferen Ebene gleichmäßiger auf Rückmeldungen reagieren als Nicht-Meditierende, was dazu beitragen kann, einige der psychologischen Vorteile zu erklären, die sie aus der Praxis ziehen", fügt er hinzu.

Wirkung der Meditation auf das Gehirn

In der neuen Studie maß das Team auch die Gehirnaktivität der Teilnehmer während ihrer Aufgaben mithilfe von Elektroenzephalogrammen (EEGs), einer Methode, mit der die elektrische Aktivität im Gehirn einer Person erfasst wird.

Die EEGs zeigten, dass, während alle Teilnehmer auf die positive Rückmeldung während der Übung auf dieselbe Weise reagierten, diejenigen, die nicht meditierten, eine stärkere Reaktion auf negative Rückmeldungen hatten als Meditierende.

Unter den Teilnehmern, die meditierten, waren diejenigen mit der schwächsten Reaktion auf negatives Feedback die erfahrensten Praktizierenden.

Knytl und Prof. Opitz glauben, dass regelmäßige Meditation den Dopaminspiegel beeinflussen kann. Dies ist ein Neurotransmitter, der unter anderem eine wichtige Rolle bei der Stimmungsregulation und körperlichen Beweglichkeit spielt. Dies wiederum kann dazu führen, dass Meditierende auf negatives Feedback weniger ansprechen.

Die Wissenschaftler stellen auch fest, dass in früheren Untersuchungen festgestellt wurde, dass Menschen mit Parkinson-Krankheit - die viel weniger Dopamin als normal enthalten - bei Lernaufgaben, bei denen sie auf positives Feedback reagieren mussten, keine guten Ergebnisse zeigten.

"Was wir gefunden haben, ist, dass Meditation ... beeinflussen kann, wie wir Feedback erhalten, d. H. Wenn wir schnell aus unseren Fehlern lernen oder ob wir sie weiter machen müssen, bevor wir die richtige Antwort finden."

Prof. Bertram Opitz

"Wenn es sich um Letzteres handelt dann kann dies Auswirkungen darauf haben, wie sich Einzelpersonen am Arbeitsplatz oder im Klassenzimmer verhalten. Solche Personen können von Meditation profitieren, um ihre Produktivität zu steigern oder zu verhindern, dass sie im Studium zurückbleiben", schlägt Prof. Opitz vor.

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