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Ein lauter Arbeitsplatz kann Ihr Herz beeinträchtigen

Millionen von Menschen sind bei der Arbeit übermäßigem Lärm ausgesetzt, findet eine neue Studie der Zentren für Seuchenbekämpfung und Prävention. Dies betrifft nicht nur das Gehör, sondern auch die Herzgesundheit.


Ein lautes Arbeitsumfeld könnte Ihr Herz gefährden, stellt eine neue Studie fest.

In den Vereinigten Staaten sind rund 22 Millionen Arbeiter "jährlich mit potenziell schädlichem Lärm belastet", so das US-Arbeitsministerium.

Bislang wurde der Lärm am Arbeitsplatz meistens als eine Gefahr für das Gehör angesehen. Jedes Jahr werden 242 Millionen US-Dollar aufgewendet, um Menschen für den durch die Arbeitsbedingungen verursachten Hörverlust zu entschädigen.

Nun zeigt eine Studie des Nationalen Instituts für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz (NIOSH), die Teil der Zentren für Krankheitskontrolle und Vorbeugung (CDC) ist, dass laute Geräusche am Arbeitsplatz auch mit hohem Blutdruck und hohem Cholesterinspiegel verbunden sind.

Die Ergebnisse der Untersuchung, die Elizabeth Masterson und seine Kollegen vom NIOSH durchgeführt haben, werden jetzt im veröffentlicht Amerikanische Zeitschrift für industrielle Medizin.

"Die Reduzierung des Lärmpegels am Arbeitsplatz ist nicht nur für die Prävention von Hörverlust entscheidend, sondern kann auch den Blutdruck und den Cholesterinspiegel beeinflussen", sagt Dr. John Howard, Direktor des NIOSH.

Deshalb forderte er: "Gesundheits- und Wellnessprogramme am Arbeitsplatz, die Screenings auf Bluthochdruck und Cholesterin enthalten, sollten auch auf Lärmbelästigte abzielen."

Lärm am Arbeitsplatz ist eine echte Gesundheitsgefährdung

Hoher Cholesterinspiegel und Bluthochdruck oder Bluthochdruck sind offiziell als die wichtigsten Risikofaktoren für Herzkrankheiten aufgeführt, und die CDC stellt fest, dass jedes Jahr etwa 610.000 Menschen aufgrund von Herzproblemen sterben.

Durch die Verringerung relevanter Risikofaktoren verringert sich das Risiko einer Herzerkrankung. Deshalb ist es so wichtig zu verstehen, welche Situationen die Gefährdung durch diese Risiken beeinflussen können.

In der neuen Studie arbeiteten die Wissenschaftler mit Daten aus der National Health Interview Survey von 2014, um sich ein Bild zu machen über:

  • Wie viele Menschen waren regelmäßig am Arbeitsplatz übermäßigem Lärm ausgesetzt
  • Wie viele Menschen hatten einen hörstörenden Zustand?
  • Wie viele Menschen lebten mit einer Herzerkrankung

Nach der Analyse der Daten stellten Masterson und ihre Kollegen fest, dass 25 Prozent der Arbeitnehmer während ihres Arbeitslebens potenziell schädlichen Lärmbelastungen ausgesetzt waren. Außerdem waren 14 Prozent der derzeitigen Arbeitnehmer in den letzten 12 Monaten übermäßigem Arbeitslärm ausgesetzt.

Die Wissenschaftler stellten außerdem fest, dass 12 Prozent der Beschäftigten ein Hörproblem hatten, während 24 Prozent der Arbeitnehmer an Bluthochdruck litten und 28 Prozent einen hohen Cholesterinspiegel aufwiesen. 58 Prozent der Menschen mit Hörproblemen hatten diese Probleme aufgrund hoher Lärmbelastung am Arbeitsplatz erworben.

Überraschenderweise berichteten viele Personen mit hohem Blutdruck oder hohem Cholesterinspiegel auch über Lärmexposition. So hatten 14 von 24 Prozent der Arbeiter mit Bluthochdruck und 9 von 28 Prozent der Cholesterinspatienten diese Bedingungen an lauten Arbeitsplätzen erworben.

Unter den Branchen mit der höchsten Gefährdung durch potenziell schädliche Lärmbelästigung nennen die Forscher die Bereiche Bergbau, Bauwesen und verarbeitendes Gewerbe mit jeweils 61%, 51% und 47% Lärm.

In Bezug auf Berufe sind diejenigen mit der höchsten Prävalenz von übermäßiger Lärmbelastung: Produktion (bei 55 Prozent), Bau und Förderung (bei 54 Prozent) sowie Installation, Wartung und Reparatur (jeweils bei 54 Prozent).

"Ein erheblicher Prozentsatz der von uns untersuchten Arbeiter hat Hörprobleme, hohen Blutdruck und einen hohen Cholesterinspiegel, die auf Lärm bei der Arbeit zurückzuführen sind", stellt Masterson fest.

"Wenn der Lärm am Arbeitsplatz auf ein sichereres Maß reduziert werden könnte, könnten potenziell mehr als 5 Millionen Hörprobleme bei Lärmbelästigten verhindert werden", fügt sie hinzu.

"Es ist wichtig, dass die Arbeitnehmer regelmäßig auf diese Bedingungen am Arbeitsplatz oder durch einen Gesundheitsdienstleister überprüft werden, sodass Interventionen stattfinden können. Da diese Bedingungen bei Lärmbelästigten häufiger sind, könnten sie von diesen Überprüfungen besonders profitieren."

Elizabeth Masterson

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