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Kann der Vitamin-D-Spiegel bei der Geburt das MS-Risiko vorhersagen?

Multiple Sklerose ist eine unvorhersehbare und häufig schwächende Krankheit, an der weltweit über 2 Millionen Menschen leiden. Obwohl es kein bekanntes Heilmittel für die Erkrankung gibt, untersuchen die Forscher verschiedene Wege zur Behandlung und Vorbeugung. Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass die Einnahme von Vitamin D während der Schwangerschaft das Risiko einer späteren Multiplen Sklerose bei Nachkommen senken kann.


Ein niedrigerer Vitamin-D-Spiegel bei Neugeborenen kann im späteren Leben das Risiko für MS erhöhen.

Multiple Sklerose (MS) ist eine Erkrankung des Zentralnervensystems, die den Informationsfluss innerhalb des Gehirns sowie zwischen Gehirn und Körper unterbindet.

Schätzungen zufolge sind weltweit rund 2,3 Millionen Menschen von MS betroffen.

Die genauen Ursachen der Krankheit sind nicht bekannt, es wird jedoch angenommen, dass sie bei genetisch veranlagten Individuen auftreten, die ebenfalls einer Kombination von Umweltfaktoren ausgesetzt waren.

Obwohl es derzeit keine bekannte Heilung für MS gibt, wird derzeit viel über die Ursachen, die Möglichkeiten zur Verbesserung von Therapien und Behandlungen sowie über Präventionsmittel geforscht.

Einige frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass ein erhöhter Vitamin-D-Spiegel zu einem geringeren Risiko für MS führen kann.

Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass ein höherer Vitamin-D-Spiegel bei schwangeren Frauen dazu beitragen kann, die Entwicklung von MS für das Kind im späteren Leben zu verhindern.

Bewertung des neonatalen Vitamin D und des MS-Risikos

Dr. Nete Munk Nielsen vom Staatlichen Serum-Institut in Kopenhagen, Dänemark, und ein Team führten eine umfangreiche, bevölkerungsbezogene Fall-Kontroll-Studie durch, um den Zusammenhang zwischen dem Neugeborenenstatus von 25-Hydroxyvitamin D (25OHD) - einem Vitaminmarker - zu untersuchen D-Level - und MS-Risiko.

Die Forscher verwendeten Daten aus dem bundesweiten dänischen MS-Register und der dänischen Neugeborenen-Screening-Biobank (DNSB). Die DNSB speichert getrocknete Blutproben aus Neugeborenen-Screeningtests.

Sie haben alle Personen identifiziert und ausgewählt, die nach dem 30. April 1981 geboren wurden und die bis zum Jahr 2012 MS entwickelt hatten. Dies ergab insgesamt 521 Personen.

Die Forscher verglichen dann das Blut dieser Personen mit dem von 972 anderen Personen gleichen Geschlechts, die am selben Tag geboren waren, aber keine MS entwickelten.

Die Studie - in der Zeitschrift veröffentlicht Neurologie - 25OHD-Gehalte zwischen 30 Nanomol pro Liter und weniger als 50 Nanomol pro Liter als unzureichend und Gehalte von mindestens 50 Nanomol pro Liter für ausreichend.

Basierend auf ihrem Vitamin-D-Gehalt wurden die Studienteilnehmer in fünf Gruppen unterteilt. Die untere Gruppe hatte Mengen von weniger als 21 Nanomol pro Liter, während die obere Gruppe Werte von oder über 49 Nanomol pro Liter hatte.

Geringeres Risiko für MS bei Menschen mit einem höheren Vitamin-D-Spiegel bei der Geburt

In der Studie wurden insgesamt 136 Personen mit MS und 193 Personen ohne die Bedingung der unteren Vitamin-D-Gruppe zusammengefasst. In der Spitzengruppe versammelten sich nur 89 Menschen mit MS und 198 ohne.

Insgesamt wiesen die Teilnehmer mit den höchsten Vitamin-D-Spiegeln im späteren Leben eine um 47 Prozent geringere Wahrscheinlichkeit auf, MS zu entwickeln, als diejenigen mit den niedrigsten Konzentrationen.

Das Risiko für MS schien mit dem Anstieg der 25-OHD-Werte ebenfalls abzunehmen. In der Tat sank das Risiko für MS um 25 Nanomol pro Liter für die Neugeborenen-25OHD um 30 Prozent.

Laut den Autoren dient ihre Studie dazu, die schützende Rolle von Vitamin D bei der Entwicklung von MS weiter zu bestätigen und darauf hinzuweisen, dass eine Vitamin-D-Insuffizienz im Uterus das MS-Risiko beeinflussen kann.

"Um diese Ergebnisse zu bestätigen, sind weitere Untersuchungen erforderlich. Angesichts der Tatsache, dass ein hoher Prozentsatz von schwangeren Frauen weltweit einen niedrigen Vitamin-D-Gehalt aufweist, können unsere Ergebnisse wichtige Informationen für die laufende Debatte über Vitamin-D-Ergänzungen für Schwangere liefern."

Dr. Nete Munk Nielsen

Dr. Nielsen betont jedoch die Tatsache, dass die Studie nicht zeigt, dass ein erhöhter Vitamin-D-Gehalt das MS-Risiko direkt senkt, sondern lediglich eine Assoziation darstellt.

Er hebt weitere Einschränkungen der Studie hervor, beispielsweise das Alter der Studienteilnehmer. Sie waren erst 30 Jahre alt oder jünger, daher wurden bei der Studie keine Menschen berücksichtigt, die später im Leben an MS erkrankt waren.

Darüber hinaus machten die in der National Biobank verfügbaren Daten nur 67 Prozent der Menschen aus, die in diesem Zeitraum mit MS geboren wurden.

Die Autoren weisen auch darauf hin, dass sie die Möglichkeit nicht ausschließen können, dass dieser positive Effekt ein indirektes Ergebnis von höheren 25OHD-Werten im späteren Leben ist, die zufällig mit erhöhten Werten bei der Geburt in Verbindung gebracht wurden. In diesem Fall würde eine Ergänzung der Vitamin-D-Zufuhr bei der Mutter das MS-Risiko bei den Nachkommen nicht verringern.

Lesen Sie über ein MS-Medikament, das körperliche Symptome umkehren könnte.

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