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Ein neues Medikament kann die Sepsis daran hindern, wichtige Organe zu erreichen

Forscher entdecken ein Medikament, das die Sepsis stoppen kann, bevor die Erkrankung wichtige Organe erreicht und zum Tod führt.


Eine neue vorklinische Studie mit einem Sepsis-Medikament bringt hoffnungsvolle Ergebnisse.

Sepsis ist eine lebensbedrohliche Erkrankung, die auftritt, wenn eine bestehende Infektion - beispielsweise eine Infektion der Atemwege oder eine Infektion der Harnwege - eine Immunreaktion auslöst, die das Gewebe und die wichtigsten Organe des Körpers beeinträchtigt.

Sepsis stellt einen medizinischen Notfall dar, denn wenn eine Person nicht behandelt wird, kann dies zum Tod führen.

In den Vereinigten Staaten erleiden jedes Jahr über 1 Million Menschen eine schwere Sepsis, und bis zu 30 Prozent dieser Personen sterben daran.

Weltweit leiden jedes Jahr über 30 Millionen Menschen an Sepsis, und bis zu 6 Millionen Menschen sterben daran. Am häufigsten wird Sepsis durch verursacht Staphylococcus aureus und Escherichia coli.

Neue Forschung bringt dringend benötigte Hoffnung für die Behandlung von Sepsis. Forscher des Royal College of Surgeons in Irland (RCSI) - das sich in Dublin befindet - haben in einer vorklinischen Studie einen Wirkstoff namens Cilengitide getestet. Das Medikament wird unter dem Markennamen InnovoSep angeboten.

Steve Kerrigan, Ph.D., Professor für Pharmakologie am RCSI, erfand das Medikament und leitete die Studie. Sinéad Hurley, Postdoc an der School of Pharmacy des RCSI und des Irish Center for Vascular Biology, präsentierte die Ergebnisse am RCSI Research Day 2019.

Wie funktioniert InnovoSep?

Prof. Kerrigan erklärt die Notwendigkeit eines solchen Medikaments und sagt: "Sepsis tritt auf, wenn eine Infektion in den Blutkreislauf gerät und das Abwehrsystem unseres eigenen Körpers außer Kontrolle gerät und versucht, die Infektion zu bekämpfen, was zu einem Organversagen führt, wenn es nicht behandelt wird."

"Es gibt nur ein kurzes Zeitfenster für die Behandlung der Sepsis mit der frühzeitigen Verabreichung von Antibiotika und Flüssigkeit. In vielen Fällen sind Antibiotika jedoch nicht wirksam, da Arzneimittelresistenzen oder Verzögerungen bei der Identifizierung der Bakterienart, die die Krankheit verursacht hat Infektion ", fährt er fort.

"Daher besteht ein Bedarf an einer nichtantibiotischen Therapie, die in allen Stadien der Infektion gegen alle bakteriellen Ursachen der Sepsis eingesetzt werden kann", erklärt Prof. Kerrigan.

In der vorklinischen Studie verwendeten die Forscher InnovoSep erfolgreich zur Hemmung S. aureus und E coli von der Bindung an humane Endothelzellen, sowohl in vivo als auch in vitro. Endothelzellen sind "die erste Barriere zwischen dem Blut und dem extravaskulären Raum".

InnovoSep verhinderte, dass die Infektion zum septischen Schock und zum Organversagen avancierte, indem Schäden an Endothelzellen verhindert wurden.

Diese Aktion, so stellen die Autoren fest, verhindert "Thrombusbildung, Gerinnungsaktivierung, Entzündung und Verlust der Barriereintegrität", welche die Hauptprozesse sind, die Organversagen und Tod bei Sepsis antreiben.

Einfacher ausgedrückt: "Das Medikament scheint zu wirken, indem es verhindert, dass Bakterien von der Infektionsstelle in den Blutkreislauf gelangen, indem die Blutgefäße so stabilisiert werden, dass sie keine Bakterien auslaufen und die Hauptorgane infizieren können", bemerkt Prof. Kerrigan.

"Unsere Forschung hat gezeigt, dass das Kandidatenmedikament InnovoSep das Fortschreiten der Sepsis frühzeitig verhindern oder fortgeschrittene Sepsis behandeln kann."

Steve Kerrigan, Ph.D.

Die Verbindung ist ein Antagonist des "Hauptendothelzellintegrins" alpha-v beta-3. Dieses Integrin ist ein Adhäsionsmolekül, das die Adhäsion von Zellen an die extrazelluläre Matrix vermittelt.

Da InnovoSep nicht auf einen Antibiotika-Mechanismus angewiesen ist, ist es nicht anfällig für die verschiedenen arzneimittelresistenten Bakterienstämme.

"Die vielversprechenden Ergebnisse der präklinischen Studie von InnovoSep geben Hoffnung auf eine neue, nichtantibiotische Behandlung dieses Zustands, die sowohl im frühen als auch im fortgeschrittenen Stadium der Sepsis wirksam sein könnte", schließt Prof. Kerrigan.

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