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Der Alzheimer-Impfstoff rückt näher

Aufbauend auf jahrzehntelanger Forschung bringt uns eine neue Arbeit einem Impfstoff, der auf die neurologischen Kennzeichen der Alzheimer-Krankheit abzielt, einen Schritt näher. Prävention kann bald möglich sein.


Wissenschaftler gehen näher an der Suche nach einem Weg, um die Alzheimer-Krankheit zu verhindern.

Die Alzheimer-Krankheit, die häufigste Form der Demenz, ist eine degenerative neurologische Erkrankung.

Gedächtnisprobleme sind oft das erste Anzeichen für den Zustand, der sich im Laufe der Zeit stetig fortsetzt.

Die Alzheimer-Krankheit ist ein wachsendes Problem, da sie fast ausschließlich bei älteren Erwachsenen auftritt. Mit der Zunahme älterer Menschen in den Vereinigten Staaten wird auch die Anzahl der Fälle zunehmen.

Obwohl Wissenschaftler immer noch die genauen Ursachen der Alzheimer-Krankheit untersuchen, glauben sie, dass bestimmte neurologische Marker eine bedeutende Rolle spielen.

Die Krankheit scheint eine Anhäufung spezifischer Proteine ​​im Gehirn zu umfassen, die als Beta-Amyloid und Tau bezeichnet werden. Ärzte beziehen sich auf diese abnormen Versammlungen als Plaques bzw. neurofibrilläre Verwicklungen.

Die Jagd nach einem Impfstoff

Gegenwärtige Behandlungen für Alzheimer stoppen den Krankheitsverlauf nicht, daher wird nach effektiven Alternativen gesucht. Einige Forscher hoffen, dass durch die gezielte Ansammlung von Amyloiden Alzheimer in seiner Spur gestoppt werden kann.

Viele Wissenschaftler sind auf der Jagd nach einem Impfstoff, darunter Dr. Roger Rosenberg, Gründungsdirektor des Alzheimer's Disease Center am UT Southwestern in Dallas, TX.

Frühere Studien haben gezeigt, dass die Einführung von Antikörpern gegen Amyloidproteine ​​den Proteinaufbau erheblich reduziert. In den frühen 2000er Jahren nutzten Wissenschaftler dieses Wissen, um einen Impfstoff zu entwickeln. Als sie den Impfstoff jedoch beim Menschen testeten, verursachten 6 Prozent der Teilnehmer eine Gehirnentzündung, was ihn zu gefährlich machte, um verwendbar zu sein.

Seitdem haben sich Wissenschaftler darauf konzentriert, Antikörper zu produzieren, die an Alzheimer-Proteine ​​binden, ohne die T-Zell-Reaktion auszulösen, die zu einer Gehirnentzündung führt.

In der neuesten Arbeit von Dr. Rosenberg beschreibt er einen neuen Ansatz. Sein Team begann mit der Injektion von DNA, die für Amyloid kodiert, und nicht in den Muskel. Die injizierten Zellen bildeten eine dreimolekulare Kette von Beta-Amyloid (ab42).

Diese Molekülkette löste eine Immunantwort aus und erzeugte Antikörper, die auf ab42 abzielen. Die Antikörper verhinderten den Aufbau von Amyloid-Plaques und indirekt auch den Aufbau von Tau.

Die aktuelle Studie untersuchte diese Reaktion bei Mäusen und stellte fest, dass der Impfstoff eine Reduktion von Beta-Amyloid um 40 Prozent und eine Verringerung von Tau um bis zu 50 Prozent verursachte. Es ist wichtig, dass es keine nachteiligen Immunreaktionen gab.

"Diese Studie ist der Höhepunkt eines Jahrzehnts der Forschung, das wiederholt gezeigt hat, dass dieser Impfstoff in Tiermodellen wirksam und sicher auf die Alzheimer-Krankheit ansprechen kann", sagt Dr. Rosenberg, der sich über die Ergebnisse sehr freut. "Ich glaube, wir stehen kurz davor, diese Therapie bei Menschen zu testen."

Die Ergebnisse wurden kürzlich in der Zeitschrift veröffentlicht Alzheimer-Forschung & Therapie.

Passive gegen aktive Immunisierung

Eine Reihe von Laboratorien verwendet unterschiedliche Ansätze, um einen Impfstoff gegen Alzheimer zu entwickeln. Einige Forscher konzentrieren sich zum Beispiel auf die Anwendung einer passiven Immunisierungstechnik. Sie entwickeln Impfstoffe gegen Tau- und Amyloidproteine ​​im Labor und injizieren sie anschließend Alzheimer-Patienten.

Dr. Rosenberg hat einen anderen Ansatz gewählt, indem er sich auf die aktive Immuntherapie konzentriert, bei der der Körper zur Produktion von Antikörpern getriggert wird. Diese Methode erleichtert die Herstellung des Impfstoffs und ist kostengünstiger als die passive Immunisierung. Durch das Auslösen der körpereigenen Immunreaktion entsteht ein breiteres Spektrum an Antikörpern, die möglicherweise wirksamer sind.

Da Alzheimer in der Regel später im Leben auftritt, können relativ geringe Entwicklungsverzögerungen einen wesentlichen Unterschied ausmachen.

"Wenn sich der Ausbruch der Krankheit sogar um 5 Jahre verzögern könnte, wäre das für die Patienten und ihre Familien enorm. Die Zahl der Demenzerkrankungen könnte um die Hälfte sinken."

Dr. Doris Lambracht-Washington, leitender Autor

In der Zukunft hoffen die Forscher, dass Tests verfügbar sind, um Plaques und Verwicklungen zu erkennen, bevor Symptome auftreten. Theoretisch könnten die Ärzte dem Individuum dann einen wirksamen Impfstoff zur Verfügung stellen, nachdem diese frühen Anzeichen identifiziert wurden. Dieser Impfstoff würde einen weiteren Proteinaufbau verhindern und damit das Fortschreiten der Alzheimer-Krankheit stoppen.

Wie Dr. Rosenberg sagt: "Je länger Sie warten, desto weniger Auswirkungen wird es wahrscheinlich haben. Sobald sich diese Tafeln und Verwicklungen gebildet haben, kann es zu spät sein."

Es ist immer noch ein langer Weg. Erstens müssen die Forscher den Impfstoff an Menschen testen, was an sich schon ein langer Prozess sein wird. Neben diesem Prozess werden die Wissenschaftler hoffentlich weitere Fortschritte bei der Früherkennung der Alzheimer-Pathologie machen.

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