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Schlaflosigkeit: Wie die Mutter, wie das Kind?

Die Schlafgewohnheiten einer Mutter könnten die Wahrscheinlichkeit einer Schlaflosigkeit ihrer Kinder stark beeinflussen, schlagen Forscher vor.


Kinder haben möglicherweise Schlafstörungen, wenn ihre Mutter an Schlaflosigkeit leidet, schlägt eine neue Studie vor.

Kinder können, genau wie Erwachsene, Schlafstörungen haben und unter Schlaflosigkeit leiden. Einige Studien haben sogar darauf hingewiesen, dass etwa 25 Prozent aller Kinder Verhaltensstörungen haben, die Schlafstörungen wie Schlafapnoe ausschließen.

Darüber hinaus haben andere Umfragen berichtet, dass bis zu 27 Prozent der Kinder in den Vereinigten Staaten nicht die für ihr Alter empfohlene Schlafmenge erhalten.

Ähnlich wie Schlafstörungen bei Erwachsenen auftreten, können Schlafstörungen die psychische Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden von Kindern sowie ihre Lern- und Gedächtnisfähigkeiten beeinflussen.

Daher haben Forscher der Universität Basel in der Schweiz in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der University of Warwick in Großbritannien den Zusammenhang zwischen der Schlafqualität der Eltern und der ihrer Kinder untersucht.

Die Ergebnisse - die in der Zeitschrift veröffentlicht wurden Schlafmedizin - legen Sie nahe, dass die Schlaflosigkeit der Mutter bei ihren Kindern zu einer schlechten Schlafqualität führen kann.

Die Studie wurde gemeinsam von Natalie Urfer-Maurer von der Fakultät für Psychologie der Universität Basel und Dr. Sakari Lemola von der Abteilung für Psychologie an der University of Warwick geleitet.

Urfer-Maurer und seine Kollegen untersuchten 191 Kinder zwischen 7 und 12 Jahren, von denen 96 Frühgeborene waren. Ansonsten waren die Kinder insgesamt gesund.

Die Eltern der Kinder berichteten über die Schlafgewohnheiten ihrer Nachkommen, indem sie den Fragebogen zum Thema Schlafgewohnheiten für Kinder ausfüllten.

Diese Informationen wurden mit objektiven Daten verglichen, die die Kinder eines Nachts mit einer Elektroenzephalographie im Haushalt (EEG) erhoben hatten. Das EEG konnte feststellen, in welchem ​​Schlafstadium die Kinder die meiste Zeit verbracht haben und wie lange es dauerte, bis sie einschliefen.

Die Eltern wurden auch gebeten, mithilfe des Insomnia Severity Index über die Qualität ihres eigenen Schlafs zu berichten.

Mutter Schlaflosigkeit kann Kinder beeinflussen

Die Studie ergab, dass mütterliche, aber nicht väterliche Schlafstörungen mit einer schlechteren Schlafqualität der Kinder korreliert.

Insbesondere hatten Kinder, deren Mütter an Schlaflosigkeit litten, Schwierigkeiten beim Einschlafen, schliefen weniger und verbrachten mehr Zeit im leichten Stadium des nicht-zufälligen Augenbewegungsschlafs als ihre Kollegen, deren Mütter keine Schlafstörungen hatten. Diese Kinder wachten auch früher auf.

"Diese Erkenntnisse sind wichtig, weil Schlaf in der Kindheit für Wohlbefinden und Entwicklung unerlässlich ist", sagt Dr. Lemola.

"Die Ergebnisse zeigen, dass der Schlaf von Kindern im familiären Kontext betrachtet werden muss. Insbesondere scheint der Schlaf der Mutter wichtig für den Schlaf von Kindern im Schulalter zu sein."

Dr. Sakari Lemola

Da es sich um eine Beobachtungsstudie handelt, können keine Aussagen über die Kausalmechanismen gemacht werden, die den Befunden zugrunde liegen. Die Forscher wagen jedoch einige mögliche Erklärungen.

Zum einen können Kinder die Schlafgewohnheiten von ihren Eltern erlangen. Zum anderen können häusliche Auseinandersetzungen sowohl die schlechte Schlafqualität der Eltern als auch der Kinder stützen.

Drittens spekulieren die Autoren, dass Eltern, die mit Schlaflosigkeit leben, einen ungesunden Fokus auf die Kontrolle und Überwachung des Schlafes bei sich und ihren Kindern haben.

Genetik kann auch eine Rolle spielen. Die Forscher geben jedoch zu, dass die Tatsache, dass Schweizer Kinder mehr Zeit mit ihren Müttern verbringen als mit ihren Vätern, möglicherweise für den Zusammenhang verantwortlich ist.

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